Reisebericht der Weltreise (11)


La Paz - 24.02.08

Der Airport von La Paz, El Alto, liegt auf 13325 ft. Eine Landung wäre bei freien Bergen zwar noch möglich gewesen, aber kein Abflug mehr, da mit einer Rate of Climb von 50 - 100 ft/min. nichts mehr gehen würde. So fuhren wir mit dem Bus in 7 Stunden nach La Paz auf 3600 m. Dies war eine landschaftlich abwechslungsreiche Fahrt, aber auch teilweise durch Wolken. Die Stadt selber platzt aus allen Nähten. Bis zu den letzten hohen Berghängen ist alles voll gebaut. Überall ist ein Gewutzel von Menschen, die sich gegenseitig fast auf die Füsse treten. So ist es auch mit dem Autoverkehr, immer und überall alles verstopft. Faszinierend sind die Bolivianer anzusehen, einmal ehrlich wie in den Werbeprospekten.

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Copacabana / Titicacasee 3827 m - 25.02.08

Bis zum frühen Nachmittag stand der Besuch von Tiwanaku mit den Ruinen von Muszum auf dem Programm. Eine alte Inka-Anlage in der Nähe von La Paz. Dies fand nicht unsere Zustimmung, weil es nicht viel zu sehen gab. Danach ging es in 3 Stunden mit dem Bus zum Titicacasee. Am nächsten Tag unternahmen wir eine Bootsfahrt zur Sonneninsel, die besser Regeninsel heissen sollte, denn es goss in Strömen. Trotzdem wurden wir von einem Guide auf die Bergspitze der Insel geschleppt, wo es etwas zu sehen geben sollte. Aus der Puste geraten nach 300 m Aufstieg in dieser Höhe war nur ein alter Altar zu sehen, aber der Führer quatschte die Leute dazu eine Stunde lang tot, so dass wir zwischenzeitlich das Weite suchten.

Am Nachmittag waren wir in Copacabana zurück. Dies ist ein bunter Ort, der nur dem Tourismus gewidmet ist. Trotz Sommerzeit ist es bitterkalt. Es gibt keine Heizung in den Hotels und warmes Duschwasser nur ab und zu. Frieren und Zähne klappern ist somit an der Tagesordnung. Am 27.02.08 ging es per Bus zurück nach La Paz, wieder mal im Regen. Die Busse haben auch keine Heizung; bibber, bibber.

Am 28.02.08 fuhren wir mit dem Bus zurück nach Cochabamba, was bergab 6 Stunden dauerte. Im Allgemeinen gab es viel Regen. Zwischendurch, wenn die Wolken aufrissen und die Sonne durchkam, waren die schneebedeckten 6000ender zu sehen, grossartig!

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66. El Trompillo, SLET - 29.0.2.08 - 215 NM - 1:45

Wie ein Condor schraubten wir uns über dem Tal von Cochabamba hoch, um über die umliegenden Berge zu kommen. Die Wolken liessen uns Schlupflöcher frei, um das Panorama geniessen zu können. In El Trompillo machten wir nur eine technical landing, um aufzutanken. Unser Vogel fand vielfache Bewunderung.

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67. P. Maldonado, SPTU - 29.02.08 - 510 NM - 4:45

Puerto Maldonado - Über unendliche Sumpflandschaften und einem voll überschwemmten Trinidad zog sich unser Flug bis in die Nacht hinein. Eine noch nie erlebte Flughafenmannschaft empfing uns in Peru mit herzlichem und unbürokratischem Willkommen. Ob Controller, Einweiser auf dem Moped, Immigration, Zoll und viele mehr, obwohl sie bereits Nachtüberstunden wegen uns schoben. Zum Schluss wurden wir noch ins Hotel gefahren. Auch hier nur freundliche Leute, die uns gleich für den nächsten Tag einen Linienflug nach Cuzco organisierten.

Cuzco, 01.3.08, 3400 m, 2 Millionen Einwohner

Mit der Aero Condor waren wir in 35 Minuten in Cuzco. Gleich am Flughafen arrangierten wir für den nächsten Tag die Tour nach Machu Picchu sowie ein Hotel. Per Panoramazug (Bummelbahn ohne Heizung) und Bus, Gesamtfahrzeit 4 1/2 Stunden, erreichten wir im strömenden Regen und von Wolken eingehüllt Machu Picchu. Im Zug schon still sitzend und deshalb halb erfroren und nun noch durchweicht erlebten wir die alten Steine der Inkas als neues Weltwunder, wenn es die Wolken zuliessen.

Cuzco selbst ist ein Ort zum Verlieben. Der Hauptplatz mit der Kathedrale und rundherum umgeben von Arkaden mit darüberliegenden Balkonen mit herrlichen Holzschnitzereien und Terrassen, nach allen Richtungen verlaufenden schmalen Gassen mit kleinen Läden ist einfach prachtvoll. Wie schon in Bolivien ist hier im Zentrum alles sauber, kein Schmutz.

Die Kathedrale wirkt von aussen unscheinbar und verbirgt im Inneren das von den Spaniern geraubte Gold und Silber der Inkas. Man darf nicht vergessen, dass an jeder Unze Gold Inkablut klebt. Der Reichtum übertrifft noch den von Oro Preto in Brasilien. Man ist überwältigt und geblendet.

Am letzten Tag ging es noch zum Indianermarkt nach Pinac. Kommentar: Hätten wir das Geld der (römischen) Kirche, so flögen wir mit dem eigenen Jumbo an und würden uns totkaufen.

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© Ralf & Marga Hannemann, 2011