Reisebericht der Weltreise (9)
54.Tahiti, NTAA – 30.01.08 – 155 NM – 1:20
Ein ganz grosses Danke schön an Jens, der hier für uns eine wertvolle Hilfe war.
55. Totegegie, NTGJ – 31.01.08 – 970 NM – 7:47
Voll getankt stiegen wir erst auf 7000 ft, nach 2 Stunden auf 9000 ft und nach 2 weiteren Stunden auf 11000 ft. Den Abschluss krönte ein stimmungsvoller Anflug auf einem schmalen Landestreifen. Die Rückfahrt von der Hauptinsel Mangareva erfolgte in einer Nuss-Schale (Boot) bei stürmischem Seegang in strömendem Regen. Durchnässt bis auf die Haut und gerade noch dem Götter opfern entkommen, enterten wir das Eiland. Hier mussten wir noch 2 Stunden warten bis wir den Vogel auftanken konnten. Mit einer eigen entwickelten Luftdruckmechanik (Pumpen sind nicht vorhanden) wurden 3 Fässer AVGAS aufgetankt, die eigens für uns mit grossem Aufwand Monate vorher bestellt waren und hierher verschifft werden mussten.
56. Osterinsel, SCIP – 01./02.2. – 1415 NM – 10:04
Dies war ein langer Nachtflug über den Südpazifik. Ohne HF-Funk geht hier gar nichts, sonst ist man gegroundet. Diese Erfahrung machte die Besatzung einer Pilatus, der durch Tahiti ACC der Weiterflug verboten wurde. Ja, vor lauter Überfluss an Moneten hatte man den Einbau eines HF vergessen.
Die Osterinsel ist die erste wirklich schöne Insel im Südpazifik mit Ausdruckskraft und freundlichen Menschen. Mit einem Jeep wurden die vielen Moais von uns begrüsst. Lange zuvor hatte uns Juan 4 Fässer Sprit besorgt und er betreute uns ganz toll. Ein wirklicher Freund. Nun liegt ein 13 Std. Nachtflug wieder vor uns.
57. Robinson Cr., SCIR – 5.2.08 – 1635 NM – 12:14
Ein traumhafter Sonnenuntergang wurde uns zuteil und der Nachtflug war problemlos. Robinson Crusoe war beim Anflug voll in Wolken eingehüllt und liess uns erst beim 4. Anflug ein Loch finden, um die Landung zu bewerkstelligen. Aber damit noch nicht genug, es war eine schnelle Entscheidung notwendig, denn wir fanden eine riesige Baustelle vor und nur eine der 2 Bahnen war die richtige für die Landung.
Das Inselarchipel ist naturmässig interessant. Die Hauptinsel mit ihren Menschen und fast alle haben den gleichen Nachnamen (nach freiwilliger Versenkung des Kriegsschiffes Dresden) und sonst allerlei Geheimnissen gibt viele Rätsel auf. Die tolle Abenteuerromantik gibt es nur noch im gleichnamigen Buch.
58. S.d.C.. Eul. Sanch., SCTB - 7.2. - 433 - 3:22
Gegenüber dem 12 Stundenflug vorher zog sich die kurze Zeit hierher gefühlsmässig wie ein Kaugummi. Santiago ist eine pulsierende Grossstadt, herrlich an den Anden gelegen. Wir genossen es bei einem Bierchen dem Treiben der Chilenen am Plaza de Armas zuzuschauen. Die bekannte Langstreckenfliegerin Madleine Dupont de Böck und gleichzeitig unsere Freundin managte alles am Airfield für uns in hervorragender Weise. Vielen Dank an Dich Madleine.
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